Rechnet sich der Kurs für mich?
Ein einziger vermiedener Fehlkauf zahlt ihn um ein Vielfaches zurück. Allein ein neues Wärmedämmverbundsystem auf 150 Quadratmetern Wand kostet 24.000 bis 28.500 Euro (Praxisspanne 160 bis 190 Euro pro Quadratmeter, Verbraucherzentrale 2025). Ob eine Fassade repariert werden kann oder erneuert werden muss, welche Pflichten mit Frist anstehen und wie weit der echte Verbrauch vom Ausweis abweicht, gehört deshalb in Ihre Rechnung, bevor Sie ein Angebot abgeben. Der Kurs zeigt Ihnen, wie Sie das prüfen.
Der Kurs ist im Vorverkauf. Wann kann ich anfangen?
Freigeschaltet wird der Kurs am 29. Oktober 2026. Sofort nach dem Kauf haben Sie Ihren Zugang zum Kursbereich; Videos, Workbook und Folien schalten sich am Erscheinungstag von selbst frei. Bis dahin können Sie den Kauf jederzeit widerrufen — eine kurze Nachricht genügt, Sie bekommen den vollen Betrag zurück.
Meine Besichtigung ist vor dem 29. Oktober. Hilft mir der Kurs dafür schon?
Für diesen Termin noch nicht: Videos, Workbook und Röntgenblick-Checkliste schalten sich erst am 29. Oktober 2026 frei. Zwei Unterlagen können Sie schon jetzt verlangen: den Energieausweis, der Ihnen spätestens bei der Besichtigung vorgelegt werden muss (§ 80 GModG), und die Heizkostenabrechnungen der letzten drei Jahre. Brauchen Sie zu diesem Objekt vorher einen Blick von außen, gibt es die Altbau-Sprechstunde (60 Minuten per Video, 149 € inkl. MwSt., separat buchbar).
Ich habe wenig Zeit. Wie viel muss ich investieren?
10 Videos mit je 5 bis 8 Minuten, zusammen 50 bis 80 Minuten, ohne Fachchinesisch. Zu jedem Video gibt es eine Übung im Workbook, die zehn bis zwanzig Minuten dauert. Steht eine Besichtigung an, beginnen Sie mit den Videos 1.2 (Energieausweis), 2.1 (Fassade) und 4.1 (Exposé und Verhandlung), zusammen höchstens 24 Minuten, und nehmen die Röntgenblick-Checkliste mit. Alles können Sie beliebig oft wiederholen.
Ich habe keinerlei Bauerfahrung. Verstehe ich das?
Ja, genau dafür ist der Kurs gemacht. Fachbegriffe wie U-Wert, WDVS oder Jahresarbeitszahl erklärt das Glossar im Workbook in ein, zwei Sätzen. Für die Besichtigung brauchen Sie nur die Röntgenblick-Checkliste, ein Klemmbrett, eine Taschenlampe, einen Zollstock und Ihr Handy für Fotos.
Ist das ein Kurs gegen Dämmung?
Nein, er ist ehrlich in beide Richtungen. Das BBSR setzt Wärmedämmverbundsysteme mit mindestens 50 Jahren an, und das Fraunhofer IBP fand 36 bis 53 Jahre alte Systeme überwiegend schadensfrei: besser als ihr Ruf, aber mit Pflegeplan. Umgekehrt ist eine 51 cm dicke Vollziegelwand keine Dämmung: Der U-Wert dieser Wand liegt bei etwa 1,0 bis 1,4 W/(m²K), bei einer Erneuerung verlangt das GModG in der Regel höchstens 0,24 W/(m²K). Es geht nicht um ein Urteil über einen Baustoff, sondern darum, dass Sie wissen, was Sie kaufen.
Mein Haus ist schon gedämmt. Was bringt mir der Kurs?
Den Blick auf Pflege, Reparatur und das Ende Ihrer Fassade. Das BBSR rechnet ein Wärmedämmverbundsystem mit mindestens 50 Jahren Nutzungsdauer, den Putz darauf mit 45 und den Anstrich mit 20 Jahren (Nutzungsdauern von Bauteilen, 2025). Wurde vor 2015 gedämmt, steckt vermutlich das Flammschutzmittel HBCD im Styropor, und aufdoppeln, also eine zweite Dämmschicht auf das alte System setzen, darf man nur ein einziges Mal (Umweltbundesamt, DIBt). Video 2.1 und der Fassaden-Check im Workbook zeigen, wie Sie den Zustand Ihrer Fassade aufnehmen; Video 2.3, was eine Instandsetzung (rund 115 bis 120 Euro pro Quadratmeter) und ein neues System (160 bis 190 Euro) kosten (IWU 2024, Verbraucherzentrale 2025).
Ist altes Styropor Sondermüll?
Nein. In Styropor, das vor 2015 verbaut wurde, steckt vermutlich das Flammschutzmittel HBCD, das in der EU seit 2016 verboten ist. Beim Rückbau ist es kein gefährlicher Abfall, aber überwachungspflichtiger POP-Abfall: getrennt halten, Nachweis führen, verbrennen (Umweltbundesamt; POP-Abfall-Überwachungsverordnung 2017). Und eine zweite Dämmschicht auf ein altes System ist nur ein einziges Mal zulässig (DIBt-Zulassung Z-33.49-1505). Was das für ein Haus heißt, das Sie kaufen wollen, zeigt Video 2.1.
Was sagt der Energieausweis beim Hauskauf aus — und was nicht?
Er nennt Energiebedarf oder -verbrauch, Energieträger, Effizienzklasse, die CO₂-Emissionen im Betrieb und Modernisierungsempfehlungen. Über Bauzustand, Schäden und Feuchte, Instandhaltungsstau, graue Emissionen aus dem Bau, Lebensdauer, Reparierbarkeit und Entsorgung sagt er nichts. Beim Kauf muss er Ihnen spätestens bei der Besichtigung vorgelegt werden (§ 80 GModG). Verlangen Sie immer beides: den Ausweis und die Heizkostenabrechnungen der letzten drei Jahre.
Muss ich nach dem Kauf sanieren?
Eine allgemeine Sanierungspflicht beim Kauf gibt es nicht. Im Ein- und Zweifamilienhaus müssen Sie binnen zwei Jahren die oberste Geschossdecke dämmen, wenn sie den Mindestwärmeschutz nicht erfüllt, und freiliegende Heizungs- und Warmwasserleitungen in unbeheizten Räumen (GModG §§ 35, 69); bei Verstößen droht ein Bußgeld bis 50.000 Euro. Der Kesseltausch nach 30 Jahren ist gestrichen. Ob die Frist bei Ihnen noch läuft, hängt an den Eigentümerwechseln seit dem 1. Februar 2002. Der Fristencheck beantwortet das in fünf Fragen; im Zweifel lassen Sie es juristisch prüfen.
Ich kaufe erst in ein, zwei Jahren. Lohnt sich der Kurs jetzt schon?
Ja, wenn Sie schon Exposés lesen: Mit den Prüffragen aus dem Kurs sortieren Sie früher aus, was nicht passt, und gehen in jede Besichtigung vorbereitet. Der Zugang läuft mindestens 36 Monate ab Bereitstellung — Sie sehen das passende Video vor jeder Besichtigung noch einmal an und drucken die Röntgenblick-Checkliste jedes Mal neu aus.
Wie lange habe ich Zugang?
Mindestens 36 Monate ab Bereitstellung, bei einem Kauf im Vorverkauf ab der Freischaltung. In dieser Zeit können Sie alle Videos jederzeit und beliebig oft ansehen — auch noch einmal vor der nächsten Besichtigung.
Ersetzt der Kurs ein Gutachten oder eine Beratung?
Nein. Er ersetzt keine Rechts-, Steuer-, Anlage- oder Energieberatung und kein Gutachten für ein konkretes Objekt. Er zeigt Ihnen, welche Fragen Sie stellen, welche Unterlagen Sie verlangen und was Sie begutachten lassen sollten, bevor Sie unterschreiben. Wenn Sie zu einem konkreten Objekt einen Blick von außen brauchen, beantworte ich Ihre Fragen in der Altbau-Sprechstunde (60 Minuten per Video, 149 € inkl. MwSt.); sie ist separat buchbar und in keinem Kurspreis enthalten. Das Erstgespräch zur Orientierung (20 Minuten, per Video oder Telefon) ist kostenlos.
Ist das ein Sanierungskurs? Und was kommt danach?
Nein, ein Bewertungskurs: Er beantwortet die Frage vor dem Kauf — welche Substanz ist Ihr Geld wert? Wie es nach dem Kauf weitergeht, in welcher Reihenfolge Sie sanieren und wie Sie die Förderung nicht durch einen Formfehler verspielen, zeigt der Sanierungs-Fahrplan „Altbau ohne Albtraum“; Video 4.2 leitet genau dorthin über. Wer die Sanierung danach Schritt für Schritt selbst steuern will, findet das im Sanierungs-Code; was Sie für die Styropor-Falle bezahlt haben, wird dort voll angerechnet.
Inhalte auf dem Stand September 2026, auf Basis des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) in der seit 29. Juli 2026 geltenden Fassung. Angaben ohne Gewähr.